Astrid Sampe - Klässbols Leinenweberei

Übersichtsbild – spültuch – schwarz – 30 x 30 cm – Kugeln der Klasse – Leinenbezug

Astrid Sampe

Astrid Sampe Klässbols Designerin für Leinenweberei

Ist Textilkunst erblich, Astrid Sampe? Die Engländer sagen ja bekanntlich, es brauche drei Generationen, um einen Gentleman hervorzubringen. Angesichts dessen, was Astrid Sampe und die Weberbrüder in Klässbol erreichen, ist man geneigt, an die Bedeutung der Vererbung zu glauben. Astrid Sampe stammt aus einer alten, traditionsreichen Textilfamilie aus Borås und gehört damit zur dritten Generation. Ihr Großvater hieß Samuel Petterson, daher der international bekannte Name Sampe. Die Brüder Johansson führen in Klässbol erfolgreich die Leinenweberei, die ihr Großvater vor über 60 Jahren gegründet hat.

Klässbol webt nun Astrid Sampes Muster. Eine vollständige Auflistung aller Auszeichnungen und Erfolge unserer weltberühmten Textilkünstlerin würde den Rahmen sprengen. Doch so bekannt Astrid Sampe auch ist, einige Fakten genügen. Schließlich spricht ihr Werk für sich.

Astrid Sampe wurde 1909 in Stockholm geboren. Da sie Einzelkind war, lag eine Karriere in der Textilbranche wohl schon früh auf der Hand. Von 1928 bis 1932 studierte sie an der Kunsthochschule in Stockholm und am Royal College of Art in London. 1937 war sie Mitbegründerin der NK Textilkammer, die sie bis zu ihrer Auflösung 1971 leitete. Ebenfalls 1937 nahm sie an der Weltausstellung in Paris teil. 1939 folgte die Weltausstellung in New York, und 1946 organisierte sie gemeinsam mit Elias Svedberg die Ausstellung „Modern Swedish Home“ im London Building. 1949 wurde Astrid Sampe von der Royal Society of Arts zur königlichen Designerin (Hon. RDI) ernannt, und 1951 ließ sie die ersten Glasfaserstoffe weben. 1954 gewann sie den Grand Prix der Triennale in Mailand. 1956 erhielt sie die Gregor-Paulsson-Statuette. 1957 präsentierte sie auf der „Interbau“ in Berlin Wohnungsinterieurs in schwedischen Wohnsiedlungen, 1959 erhielt sie den Auftrag, das Frauengefängnis in Hinseberg, die schwedische Botschaft in Tokio und weitere Objekte für die schwedische Baubehörde auszustatten.

1961 erhielt sie von den Vereinten Nationen den Auftrag, Teppiche für die Dag-Hammarskjöld-Bibliothek in New York zu entwerfen. Im selben Jahr wurde Astrid Sampe mit dem Wasa-Orden ausgezeichnet. 1963 wurde sie Mitglied des American Institute of Interior Designers (AID). In der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre organisierte sie die Austauschausstellung „Living off Trays“ zwischen dem Council on Industrial Design und Peter Jones in London sowie dem Schwedischen Institut und NK, gestaltete die Staatsresidenz auf Schloss Haga neu, dekorierte die Schiffe M/S Saga, M/S Patricia und M/S Hispania und präsentierte eine Retrospektive im Museum von Borås. Anfang der 1970er-Jahre entwarf Astrid Sampe die ersten computergestützten Textilmuster Schwedens und beriet als Textildesignerin die Inneneinrichtungen des Hotel Reisen, des Konzerthauses und des neuen Trygg-Hansa-Gebäudes in Stockholm. In den 1970er Jahren war Astrid Sampe auch als Beraterin für die Inneneinrichtung des neuen Kulturzentrums, Theaters und Museums von Borås tätig und wurde 1980 mit der Königlichen Medaille 8. Klasse mit hohem blauen Band ausgezeichnet. Anfang der 1980er Jahre wirkte sie unter anderem als Beraterin an der Inneneinrichtung der ResidenzanneParlamentspräsidenten im Reichstagsgebäude und der repräsentativen ResidenzanneParlamentspräsidenten mit und wurde Ehrenmitglied von KIF-STOK.

Im Frühjahr 1984 wurde Astrid Sampe mit einer Ausstellung im Nationalmuseum Stockholm geehrt: „Astrid Sampe – Schwedische Industrietextilien“. Die Ausstellung wurde anschließend im Sommer im Kunstmuseum Borås gezeigt. Ebenfalls 1984 verlieh ihr der Verein der Kunsthandwerksfreunde die von Sofie Adiersparre 1874 gestiftete Medaille. Nach ihrem Tod im Jahr 2002 leben ihre einzigartigen Entwürfe unter anderem durch Klässbols Linneväveri weiter.

Wählen Sie Ihre Währung